La ClassicaMargherita D.O.P.
12,50 €San-Marzano-Tomaten, Fior di Latte aus den Lattari-Bergen, Basilikum, natives Olivenöl extra aus Kampanien.
Sechzig Sekunden bei 480 °C im glühenden Stein, ein Teig aus Lievito Madre und 48 Stunden Ruhe. Abends öffnet sich der Ofen — und die Nachtküche brennt bis eins.
Wir haben den Ofen 2016 mitgebracht aus einem Viertel in Neapel, Stein für Stein, und ihn hier im Schanzenviertel wiederaufgebaut. Abends um fünf entzünden wir das Eichenholz. Zwei Stunden später hat das Gewölbe die richtige Temperatur — glühend, aber ruhig.
Unser Teig geht 48 Stunden, gewebt aus Lievito Madre und Caputo-Null. San-Marzano-Tomaten direkt vom Vesuv, Mozzarella di Bufala zweimal pro Woche per Luftfracht. Kein Kompromiss, kein Zeitdruck, kein现代化的 Schnellregal. Nur Feuer, Mehl, Salz — und ein Pizzaiolo, der hört, wann es Zeit ist abzubacken.
Was herauskommt: ein Rand, der im Mund wie frische Kruste bricht — il cornicione — weich, knapp verkohlt, rauchig vom Holz. Genau so, wie es in der Heimat der Pizza nachts serviert wird.
Caputo-Null, Wasser, Salz und unser Lievito Madre. Nichts sonst. Der Teig ruht zwei Tage im Kühlschrank, bis er sich anfühlt wie lebendige Seide — nur so wird der Rand später luftig und verträglich.
Tomaten vom vulkanischen Boden am Vesuv, D.O.P. zertifiziert. Sie werden nie gekocht, nur zerdrückt — mit einer Prise Salz. So bleibt ihre Süße intakt, bis sie im Ofen für dreißig Sekunden die Hitze trifft.
Der Ofen atmet. Links das Feuer, rechts die Pizza — im gleißenden Gewölbe gleichen der Pizzaiolo die Hitze in Sekunden aus. Er dreht die Pizza viermal, damit der Rand gleichmäßig abbrennt und innen saftig bleibt.
Ein verkohlter Rand, der im Mund bricht wie frische Kruste — weich, rauchig, mit Blasen, die vom Feuer gezeichnet sind. Basilikum drauf, ein Faden Olivenöl — und sofort serviert. So schmeckt die Nacht in Neapel.
„Einen Ofen kann man nicht bauen. Man muss ihn hören lernen.“
Das Gewölbe besteht aus gebranntem Ton aus Neapel, dem vulkanischen Boden am Fuße des Vesuv entlockt. 3.200 Kilometer im Lkw, hier Stein für Stein neu gesetzt und mit Schamotte verfugt — ein Raubtier, das Eichenholz frisst.
Zwei Stunden, bis der Stein die Hitze vollständig gespeichert hat. In den ersten Minuten brennt die Flamme aggressiv, dann sinkt sie in ein gleichmäßiges Rot. Genau dann, wenn der Ruß an der Kuppel weiß wird — weiß heiß, bianco incandescente — ist es Zeit.
Bei 480 °C backt eine Pizza in sechzig Sekunden. Der Rand bläht sich auf, dunkelt nach, bekommt Blasen, die kurz Feuer fangen und verkohlen. Wir nehmen sie im Salto heraus — heißer als soll eine Hand sie tragen.
Eine Auswahl an Nahaufnahmen aus Ofen und Küche — scrollen Sie seitwärts durch den Abend.
Zwei Minuten von der U-Bahn Feldstraße, acht von Sternschanze. Kommen Sie am besten zur Offen-Stunde — wenn das Gewölbe weiß glüht und der erste Duft herausweht.
Die meisten Tische sind reservierbar — ein paar halten wir frei für Spaziergänger. Wir melden uns innerhalb weniger Stunden mit einer Bestätigung per Mail.
„Die beste Pizza Margherita nördlich der Alpen — und der Ofen glüht nachts wie ein kleines Gestirn.Wir sind Stammgäste geworden.“
„Sechzig Sekunden im Feuer, danach ein Rand, der knistert wie frisches Brot. Die Nocturno mit 'Nduja und Honig ist mein Sonntagsritual.“
„Wir haben hier unsere Verlobung gefeiert. Dunkel, warm, das leise Knistern des Holzes — ein Abend, dessen Hitze man noch Jahre spürt.“
4,9 / 5 · über 1.240 Bewertungen auf Google, Yelp & TheFork